HUNKELERS WERTSCHÖPFUNG

 

Rund zwei Drittel seines Umsatzes auf dem Ronmühle-Hof erzielt Hanspeter Hunkeler mit seiner Rohmilch. Der Schötzer Bauer und Künstler ist einer der Vordenker und Wegbereiter der neuen Regio Chäsi Willisau. Er hat sich bis zur Gründung stets für eine selbstverwertende Genossenschaft der Bauern stark gemacht. In den ersten Jahren pochte er dann vehement darauf, den eingeschlagenen Weg konsequent zu gehen, um die gemeinsam gesteckten Ziele erfolgreich erreichen und langfristig festigen zu können.

 

Hunkelers, das sind Hanspeter, der Bauer und Künstler, Susanne, seine Frau und Teilzeit-Lehrerin, Sohn Johannes und die Töchter Franziska, Katharina und Christina. Auf den ersten Blick sieht Hunkelers IP-Betrieb typisch aus für diese römisch-katholische Gegend im Luzernischen: 22 bis 24 Milchkühe, 130 000 Kilo Milch pro Jahr, 18 bis 20 Wollschweinmuttersauen mit zwei Ebern, sieben Pensionspferde und ein eigenes. Aber dann dies: Hunkeler lässt seine Kühe im Vollweidebetrieb saisonal abkalben – er integriert so die Milchproduktion mit den Nutztieren in die Natur, um mit möglichst wenig Fremdaufwand zu einem guten Ertrag zu kommen.

 

40 Prozent sind Ökoflächen
Zum Hof gehören 19 Hektaren Land. Auf 2,5 Hektaren betreibt Hunkeler Ackerbau: Winterweizen, ab und zu Emmer und Körnermais als Futter für die Schweine. Und 40 Prozent sind Ökoflächen. Davon liegen rund sechs Hektaren im nahen Naturschutzgebiet Wauwilermoos. Hier wird die Artenvielfalt gepflegt. Er sei trotzdem kein Landschaftspfleger, sagt Hanspeter Hunkeler.

 

Lebensmittel und Dienstleistungen
«Ich bin Bauer. Ich produziere Lebensmittel und Dienstleistungen. Das lässt sich nicht trennen. Diese sechs Hektaren Ökofläche sind eine wichtige Komponente in meiner Milchproduktion. Viele Bauern würden sie als Hemmnis anschauen. Wir haben es in unserem System zu einer Chance gemacht. Hier wächst Futter, das sehr gut für den Vollweidebetrieb geeignet ist. Den ersten mageren Heuschnitt kann ich für die Galtphase im Dezember und Januar einsetzen.» Gleichzeitig würden hier zehn Heuschrecken-Arten, Kreuzkröten, Neuntöter, Wachteln, Wasservögel und hoffentlich bald auch wieder das Braunkehlchen leben.

 

Hofabfuhr sorgt für Spielraum
Hanspeter Hunkelers Milch wird einmal pro Tag von der Regio Chäsi Kottwil gegen Mittag abgeholt. Bis dahin wird die Milch im Kühltank optimal zwischengelagert. Er kann die Emotionen rund um die Schliessung der Dorfkäsereien zwar gut nachvollziehen. Für ihn als Bauer aber habe sich mit der Milchabfuhr ab Hof einiges zum Besseren gewendet. So komme er beispielsweise wegen der früher streng fixen Anlieferungszeiten der Käserei Schötz je nach Arbeitsgang auf dem Betrieb nicht mehr ins Juflen.

 

Nachhaltiger Milchpreis
Bauer Hunkeler ist mit dem Milchpreis zufrieden, den die Regio Chäsi pro Liter bezahlt. Der Basispreis wird relativ tief gehalten, die Zuschläge für gute Qualität aber schenken umso erfreulicher ein. Hp Hunkeler freut sich als Vizepräsident der Käsereigenossenschaft aber auch über die Ein- und Weitsicht seiner Mitgenossenschafter, dass die Höhe des ausbezahlten Milchpreises das gesamte Unternehmen in Balance und auf Kurs halten muss. Das heisst: Es braucht auch immer wieder Investitionen, um am Markt bestehen zu können – also Reserven in der Kasse, und nicht nur die maximale Rendite im Sack der Unternehmer.

 

Mehr zum Bauer, Bildermaler und Skulpturensäger Hanspeter Hunkeler sehen und lesen Sie auf seiner Website www.hphunkeler.ch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   
 

 

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