Mit Ross und Wagen
 
 
 
 
 
 
 

 

 

 
 

 

 

 

BAUERN MITTEN IM DORF

 

Kühe, Kälber, Hühner, Schweine, Hasen, Bienen. Und das mitten im Wohnquartier, direkt an der Dorfstrasse. Dazu ein Hofladen am Verkehrskreisel. Willkommen auf dem höchst lebendigen Bauernbetrieb der Familie Koller-Birrer in Nebikon. Mit Vater Fredy, Mutter Silvia, vier Kindern und den Grosseltern Fredy und Hildegard.

 

Die Milch der 15 Kühe, die Grossvater Fredy eben mit dem Velo von der Weide geholt hat, wird täglich vom Sammellastwagen der Regio Chäsi Willisau abgeholt und in die Emmentaler-Käserei nach Kottwil gefahren. Mit Ausnahme der Kanne für den Milchautomaten. Und natürlich für die hausgemachte Bauernglace von Silvia Koller: im Sommer der Renner in Kollers kleinem «Chreisu-Laden».

 

Fein und rein
Kein Konzentrat ist für Silvias Gelati gut genug. Es kommen da nur frische Früchte von den eigenen Obstbäumen auf 40 Aren neben dem Friedhof von Nebikon rein – Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Pfirsiche, Aprikosen. Die Erdbeeren wachsen auf einem Partnerbetrieb in Oftringen. Und für die Kaffeeglace zum Beispiel brüht Silvia Milchkaffee mit Nescafé frisch auf. Dazu die leckeren Spezialitäten des Hauses: Birnenhonig-Apfelschaumwein! Baileys! Mostsorbet! In Portionenbechern oder grossen Familienbehältern bis 2,5 Liter.

 

Fleisch im Stall
Die sechs Schweine im Stall werden für die Kundschaft des Hofladens gemästet und geschlachtet. Für Stammkunden auf Bestellung ganz, hälftig oder im Mischpaket. Für die Laufkundschaft als getrocknete Fleischwaren wie Würste, Rohessspeck oder Coppa ab Hofladen. Dazu gibt’s Früchte, Konfitüren, Sirups, Honig aus dem hofeigenen Bienenhaus, Backwaren hausgemacht von Bäuerin Josy Müller aus Nebikon und Eier.

 

Keine Einsprachen der Nachbarn
Kollers Hühner sollen mitten im Dorf bald einen neuen Stall bekommen. Heute sind es 35, nach dem Bau sollen es 150 werden. Die Baubewilligung ist da, es gab keine einzige Einsprache. Für Kollers das beste Zeichen guter Nachbarschaft. Steht man mit Fredy und Silvia vor dem Hofladen an der Strasse, vergeht kaum eine Minute, in der sie nicht in Richtung der vorbeifahrenden Autos die Hand zum Gruss heben. Das sei eine Bewegung, die habe er schon als Kind gelernt, sagt Fredy und winkt schon wieder.

 

Ohne Güggu im Stall
Im Hofladen werden täglich 120 bis 130 Eier gekauft. Da reicht heute der Output der eigenen Hühner nicht hin. «Mit 150 Hühnern bleibt dann die ganze Wertschöpfung auf dem Betrieb», sagt Fredy. Und die Güggel? Fredy winkt ab: «Wir hatten mal einen Güggu zur Probe. Das ging nicht gut. Der hat nicht nur die Hühner, sondern auch uns und die Nachbarn sturm gemacht. Also ohne Güggu.» Und natürlich ohne «Bschütten» an Wochenenden.

 

Goldmosten in der Herrgottsfrüh
Fredy Koller ist seit 2004 eidg. dipl. Meisterlandwirt. Seine Frau Silvia, ebenfalls auf einem Bauernhof aufgewachsen, hat zwar die Bäuerinnen-Schule absolviert, einen Bauern habe sie aber früher nicht haben wollen. Bis der Fredy kam. Und dann nach und nach die vier Kinder: Nina und Severin 2003, Elias 2005 und Simon 2006. Eine wache und starke Truppe. Speziell dann, wenn die Apfelernte ansteht und bei Kollers gemostet wird. Es sind rund 4500 Liter pro Saison. Da darf dann die Jungmannschaft noch vor der Schule um 6 Uhr in der Früh ran. Dürfen ja, denn ein Müssen sei das nun ganz und gar nicht, sagen und rufen sie. Ein Teil der Äpfel reifen an Hochstammbäumen. Kollers Most ist beliebt und prämiert: letztes Jahr reichte es schon für Silber. Heuer kann es Gold werden, sagt Fredy.

 

Auf Kollers neuer Website www.chreisulade.ch erfahren Sie mehr über die Familie Koller-Birrer und ihren 16 ha-Betrieb in Nebikon. Dort sehen Sie auch, wie Sohn Severin aussieht. Er war zum Fototermin der Regio Chäsi an einem Seilzieh-Turnier in der Innerschweiz.

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   
   
   
   
   
   

 

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