40 KÜHE AUF FLACHEM LAND

 

Othmar und Martha Steinger führen zusammen mit André , einem von vier Geschwistern, einen Milchwirtschaftsbetrieb in der Ronmatt in Kottwil. Dazu gehören 30 Hektaren Land und 40 Milchkühe im Laufstall. Othmar Steinger hat den väterlichen Hof im Dorf vor Jahren ins Wauwilermoos ausgesiedelt. Er wirtschaftet in einer ÖLN-Gemeinschaft mit Berufskollege Hansjörg Notz.


In der ÖLN-Gemeinschaft werden für die Berechnungen von Bund und Kanton die Flächen und Tiere der beteiligten Betriebe zusammengelegt – und, wie im Beispiel Steinger / Notz, die Aktivitäten der Betriebe neu definiert und Synergien genutzt. Die Familie Steinger betreibt die Milchwirtschaft, Hansjörg Notz den Ackerbau. Die Flächen werden in Rotation genutzt. Wobei man sich bei Arbeitsspitzen gegenseitig aushilft, etwa bei bestem Heuwetter oder bei der Getreideernte.

 
Milchwirtschaft auf flachem Land
Der Betrieb von Familie Steinger umfasst 30 Hektaren flaches Land. Im Schnitt stehen 40 Milchkühe, Model Holstein, im Laufstall oder grasen auf den Weiden. Dazu kommen Rinder und Kälber. Zweimal pro Tag benötigt Othmar knapp zwei Stunden, um die Kühe zu melken. Martha managt die Kälberaufzucht.


Gelernter Landwirt und Agrotechniker
André Steinger ist zuständig für die Klauenpflege der Tiere und betreut die künstliche Besamung in Eigenregie. Er arbeitet 80 Prozent als Aussendienst-Mitarbeiter der Landi Rottal-Napf AG. Er ist gelernter Landwirt und hat sich zusätzlich zum Agrotechniker weitergebildet. Seit April 2014 arbeitet André zudem in der Geschäftsleitung der Regio Chäsi Willisau mit.


Früher im Dorf
Othmar ist mit dem Betrieb seines Vaters vom Dorf Kottwil ins Wauwilermoos ausgesiedelt, als André vier Jahre alt war. Zuerst standen die eigenen 15 Kühe im neuen Stall. Nach neunjähriger Betriebsgemeinschaft mit Familie Notz werden die Betriebe heute als ÖLN-Gemeinschaft mit Hansjörg Notz weitergeführt. Jetzt sind es 40 Kühe. Steingers Betrieb «Ronmatt» zählt zu den grösseren Lieferanten in der Genossenschaft der Regio Chäsi Willisau.


Silo- oder Rohmilch
Natürlich habe er bei 40 Kühen auch schon an Silage-Fütterung gedacht, sagt Othmar beim Füttern im Stall. Zumal es anspruchsvoll ist, dem Leistungspotential der Tiere nur mit Heu und Gras gerecht zu werden. Gut möglich, dass dabei nicht zuletzt auch die hohen Investitionen für einen Systemwechsel das Zünglein an der Waage spielen könnten. Die Zusammenarbeit in und mit der Genossenschaft Regio Chäsi Willisau sei sehr gut. «Wir fühlen uns wohl und müssen nicht für Aktionäre arbeiten, sondern fürs eigene Unternehmen», sagen Steingers.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   

 

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