VIEL HANDARBEIT

 

Trotz moderner Technik in der neuen Grosskäserei Kottwil wie in der Käserei in Schülen: In beiden Betrieben der Regio Chäsi Kottwil sind körperlich fitte Mitarbeiter am Werk, die tagtäglich mit Kraft und Ausdauer zupacken können. Ihre saubere Handarbeit ist entscheidend, jeder Griff sitzt. Die Erfahrung zählt viel. Die Technik ist probates Mittel zum Zweck.

 

Der erste Blick täuscht. Da sieht man vor allem silber-grau glänzende Kessel, Röhren, Leitungen, Schläuche und Gefässe. Da und dort ein Tableau mit Kontrolllämpchen, Knöpfen und Schaltern, Touchscreen-Bildschirmen und Computer. Viel Technik auf den ersten Blick, und es ist schwülwarm. Nass und schwül. Gefühlter Tropenwald.

 

Hand in Hand
Dann rücken mehr und mehr die Männer in weissen Hosen, weissen Stiefeln ins Bild. Ihre Hände sind beim näheren Hinsehen gross und zupackend. Ihr Blick ist konzentriert. Sie arbeiten Hand in Hand. Jeder Griff sitzt. Beim Produzieren, beim Putzen, beim Kontrollieren der Milchproben oder des Käsebruchs.

 

Auf die Minute genau
Da und dort huscht ein Lächeln über die Lippen, ohne dass die Arbeiten unterbrochen würden. Der Ablauf ist gegeben. Mit der Zugabe der Kulturen muss auf die Minute genau agiert werden. Der Käsebruch kommt vom Fertiger in die Presse, der Käse am anderen Morgen von der Presse weiter ins Salzbad, ins eine und andere Lager und zum Abtransport wieder in einen Lastwagen.

 

Erfahrung und Augenmass
Die Laibe Emmentaler sind noch unschuldig weiss, aber schon gross in Form. Die Käser stemmen, stürzen, ziehen hoch und drücken herunter. Der kleine Kran hilft und schont den Rücken. Jeder Laib Emmentaler wiegt über 100 Kilo. In zwei Schichten werden es bis zu 28 Stück pro Tag. Das Gespür, das Augenmass, die Hand- und Kopfarbeit der Käser ist entscheidend. Die Lernenden werden voll und ganz in den Prozess miteinbezogen. Sie tragen Mitverantwortung für das beste Produkt.

 

Hygiene und Handarbeit
Gleiches ereignet sich täglich auch in der Dorfkäserei Schülen am Berg über Willisau. Einfach viel kleiner. Ein Käser, ein Fertiger, sieben Laibe Sbrinz à 45 kg pro Tag. Aber der gleiche Ablauf, die gleichen Handgriffe und das Können und Kennen der Abläufe. Die Erfahrung aus vielen Berufsjahren ist wichtig. Jeder hier weiss, auf was besonders zu achten ist, was einem nicht entgleiten darf. Ob in Schülen oder Kottwil: kleine Fehler und Verunreinigungen können plötzlich oder auch erst nach Monaten im Reifelager eine ganze Charge Käse betreffen und unbrauchbar machen. Hygiene und Handarbeit sind hier höchstes Gut.

 

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   

 

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