ZWEI KÄSEREIEN

 

In der Dorfkäserei Schülen wird der Sbrinz noch in einem offenen Kupferkessi gekäst. Er passt in Form und Grösse zur Menge Milch, die hier zu Sbrinz verarbeitet werden darf. Genauso effizient und modern ist der neue grosse Käsereibetrieb Kottwil positioniert – und oben als Bild aus dem Flugzeug inszeniert.

 

Trotz seiner Grösse, der modernen technischen Ausstattung, dem imposanten Leitungs- und Röhrensystem, den technischen Tableaus überall, den Lastkränen und den beiden geschlossenen Fertigern: der Willisauer Emmentaler und die Hausspezialitäten werden auch in Kottwil mit viel Handarbeit gemacht. Hier verarbeiten sieben Käser jährlich 10 Millionen Liter Milch. In Schülen veredelt ein Käser 1,5 Millionen Liter Milch. Das ergibt pro Tag 24 bis 28 Laibe Emmentaler und 7 Laibe Sbrinz.

 

Neue Presse für Spezialitäten
Seit dem Jahr 2013 steht in der Käserei Kottwil eine neue, grosse Einschwemmpresse. Sie wird parallel zur Produktion von Emmentaler für die Fertigung der Hausspezialitäten wie dem Willisauer Ringlichäs genutzt. Auf dieser Anlage können Käselaibe in verschiedenen Formen und Formaten gekäst werden – z.B. mit einem Durchmesser von 30 oder 60 cm, rund oder eckig, mit oder ohne Loch in der Mitte.

 

Grüne Energiegewinnung
Der schonende Umgang mit Ressourcen und Umwelt gehört für die Regio Chäsi fix ins Pflichtenheft eines Betriebes, der das Naturprodukt Milch zum Naturprodukt Käse veredelt. Im neuen Betrieb in Kottwil wird daher seit der Erweiterung der Käserei im Jahr 2008 nachhaltig grün mit Holzschnitzeln gefeuert. Das dazu nötige Holzreisig, sowie die Holzhackschnitzel werden zum grössten Teil von den Genossenschaftern der Regio Chäsi bereitgestellt, gehackt und in die Käserei Kottwil transportiert. So bleibt weitere Wertschöpfung in der Genossenschaft.

 

Nachhaltiges Hackgut
Die Förster der Napfholz GmbH übernehmen den Einkauf des Hackgutes und die Koordination der Dienstleistungen. Da die Regio Chäsi die Napfholz nach gemessenem Energiegehalt der Holzhackschnitzel bezahlt, haben die Förster, als erste in der Schweiz, ein Bewertungsschlüssel zur Abschätzung des Energiegehaltes der Holzreishaufen entwickelt.

 

Wärmepumpe und Feinstaubfilter
Im Sommer wird die Wärme des Holzheizkessels zusätzlich zum Betrieb einer Wärmepumpe, welche Kühlwasser für die Käseproduktion erzeugt, herangezogen. Im Winter kann die Kälte der Aussenluft direkt in die Kaltwasserspeicher der Käserei Kottwil eingespeist werden. Bis im Jahr 2017 wird die Holzfeuerungsanlage mit einem Feinstaubfilter ausgerüstet werden.

 

 

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   
 
   

 

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