LAND UND LEUTE

 

Der Landstrich, auf dem die Milchkühe der Regio Chäsi-Bauern grasen und gemolken werden, gehört zum sogenannten Luzerner Hinterland; dem Land hinter der Stadt Luzern Richtung Aargau und dem Bernbiet. Die Stadt Willisau liegt am nördlichen Ausläufer des Napf, Kottwil als Teil der Gemeinde Ettiswil am Südrand Wauwilermoos, Schülen auf 800, Pfaffnau auf 507 m.ü.M. zwischen dem Tal des Gondiswiler Rotbachs und dem Wiggertal in der Nordwestecke des Kantons Luzern und Auswil-Hermandingen auf 650 m.ü.M. unweit von Huttwil im Berner Oberaargau.

 

Die Bauernhöfe der Milchlieferanten stehen im Tal, auf den Hügeln, in der Ebene oder in der Bergzone. Entsprechend vielseitig sind die Grösse und die Strukturen der Betriebe. Die Topographie prägt unweigerlich auch die Menschen, die dort leben und arbeiten. Zum Beispiel in 6247 Schötz. 3557 Einwohner, Luftlinie 28 Kilometer bis Luzern. Schötz liegt am Westrand des Wauwilermooses, zwischen der Luthern im Westen und der Wigger im Osten. Oder in 6217 Kottwil. Ein Bauerndorf mit knapp 400 Einwohnerinnen und Einwohnern, 6 Quadratkilometer klein und seit 2006 Teil der politischen Gemeinde Ettiswil.

 

Auf flachem Land
Die Regio Chäsi Willisau produziert im römisch-katholischen Kottwil am Südrand zum Wauwilermoos Emmentaler und Hausspezialitäten. Auf 517 Meter über Meer und topfebenem Grund und Boden. Mehrere Lieferanten produzieren ihre Milch ebenso auf flachem Land. Meist auf mittleren bis grösseren Betrieben. Sie haben 25 oder 40 Kühe im Stall. Sie betreiben den Ackerbau nicht nur für das Futter der Tiere.

 

Eggen, Krachen und Täler
Ganz anders beispielsweise in Schülen, einem Weiler der Stadt und Gemeinde Willisau. Schülen liegt auf halbem Weg zum Menzberg auf 800 Meter über Meer und ein paar Kurven weiter liegt Gutenegg im Menzberggebiet auf 1070 Meter Höhe. Auch hier sind die Betriebe der Chäsi-Bauern (Link Bauernfamilien) da und dort verteilt. Die Landschaft ist mehrheitlich durch die unverwechselbaren Eigenschaften des Napfs geprägt, mit seinen Eggen und Krachen, den ausgedehnten Hügelzügen mit steilen und sanften Abgängen, den wasserreichen, schmäleren und breiteren Talböden. Es ist topographisch und landschaftlich alles auf kleinstem Raum da.

 

Zubrot im Nebenerwerb
Während sich die Bauernfamilien auf flachem Land ihre Existenz neben der Milchwirtschaft eher mit dem Ackerbau und anderen landwirtschaftlichen Dienstleistungen sichern können, ist der Spielraum am Berg und in den Hügeln weitergehend schmal: Mit Milchwirtschaft, etwas Futteranbau und dem Bewirtschaften des Waldes. Viele dieser «Bergbauernfamilien» im Napfgebiet um Willisau und Kottwil verdienen das nötige Zubrot im Nebenerwerb.

 

Gelebte Praxis im UNO-Jahr
Die Betriebe sind hier eher klein. Mit 10 bis 12 Kühen und Jungvieh im Stall. Für sie ist die Regio Chäsi Willisau als verlässliche Partnerin und Abnehmerin der Rohmilch ein wichtiger Lebensfaktor. Als Genossenschafter lässt sich auch die nahe Zukunft des Betriebs und dessen Bestehen planen und organisieren. So bleibt die Vielfalt der landwirtschaftlichen Betriebe und des bäuerlichen Lebens im Luzerner Hinterland mittel- oder sogar langfristig erhalten. Ein Weg in die Zukunft, der mit dem geschicktem Agieren am Markt ökonomisch wie ökologisch Sinn macht. Ein Faktum, das gerade im für 2014 erstmals ausgerufenen UNO-Jahr der bäuerlichen Familienbetriebe an Wichtigkeit und Richtigkeit gewinnt.

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
 
 

 

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