ERNIS FAMILIENPOWER AUF DEM HOF BELLEVUE

 

Bellevue. Schöne Aussicht. Das gilt für den Hof der Familie Erni oberhalb Grossdietwil gleich mehrfach. Der Blick in die Weite ist genauso beglückend wie Sepp Ernis Blick auf den Familienbetrieb und das erfolgreiche Arbeiten hier beruhigt. Er sagt: «Bauern ist eine Leidenschaft. Die hat man im Blut.»

 

Den Vollweide-Betrieb hat Vater Erni schon vor 30 Jahren installiert. Er war damals seiner Zeit voraus. Sein Sohn Sepp führt ihn seit 2009 mit seiner Familie und 35-40 Kühen gerne so weiter: «Wir grasen nie ein. Unsere Kühe haben alles Futter draussen. Im Winter füttern wir mit eigenem Heu, Emd, Rüben, Trockengras und Trockenmais nach.» Noch heute helfen die Eltern tatkräftig mit.

 

Die Familienmanagerin
Natürlich hat bei Ernis – wie eh und je – jede Kuh einen Namen. Dafür ist mehrheitlich Anita zuständig. Sepps Frau. Die Mutter von Remo, Laura, Ivan und Joel. Sie managt auf dem Hof neben der Namensgebung die Pferde und die Familie. So fährt sie vor allem abends Joel zum Seilziehen, Ivan mit dem Kornett in die Musik, Laura in den Jugi-Treff oder Remo zum Schwingen. Je nach Töffliwetter.

 

Faszination Schwingen
Das Schwingen war einst schon Sepps Leidenschaft. Sobald er die Töffliprüfung im Sack hatte, fuhr er nach Willisau ins Training. Sepp Erni zählte in seiner besten Zeit zu den 30 Premium-Schwingern der Innerschweiz, bis er 2008 nach mehreren Hüftoperationen definitiv Forfait geben musste. Noch heute ist das Schwingen allgegenwärtig. Als Ehrenmitglied und ehemaliger Präsident des SK Wiggertal ist Sepp heute häufig als Betreuer der Jungschwinger im Schwingkeller anzutreffen.

 

Traumberuf Bauer
«Ich habe als Bauer meinen Traumberuf.» Hier auf dem Hof Bellevue könne er ihn voll und ganz ausleben. Er sei als Bauer geboren. Er habe so viel von seinem Vater mitbekommen. Und seine Familie werde von seinen Eltern genauso unterstützt, «wie ich als junger Mann neben meiner Arbeit in der Frey Schweinestalleinrichtungs-AG jeweils am Morgen und Abend im Stall daheim mitgeholfen habe.» Jetzt könne man auch schon auf die Hilfe der eigenen Jungen zählen: «Wir sind ein gut funktionierender Familienbetrieb. Wir versuchen die Wertschöpfung auf dem Hof zu halten. Wir wollen nicht zwingend wachsen, es macht aber Sinn, bestimmte Abläufe zu optimieren. Denn mit weniger Aufwand können wir den Betrieb in unserer Grösse weiterhin gemeinsam gut stemmen. Und davon als Familie gut leben.»

 

Ansteckende Begeisterung
Eben haben Ernis in einen neuen Melkstall investiert. Sepp Erni gibt seine Begeisterung gerne weiter: «Wenn ich so beim Melken morgens und abends je eine Viertelstunde gewinne, sind das im Jahr schon 180 Stunden: Das glaubt man ja fast nicht, was man da in 365 Tagen Zeit spart. Mit 2 x 15 Minuten pro Tag!»

 

Viehzucht als Passion
Auf ihrem Pachtbetrieb mit Gebäude ziehen Ernis die Rinder selbst zu Kühen auf, kurz vor dem Kalbern kommen sie in den Stammbetrieb Bellevue zurück. Und die Milch? «Wir wollen Top-Milch produzieren, die zu Top-Käse verarbeitet wird. Darum sind wir Genossenschafter der Regio Chäsi Willisau.» Sepp Ernis Ziel ist es, eine Kuh zu züchten, die auf ihren Hof passt. Mit dem Swissfleckvieh habe man die richtige Kuh gefunden, züchtet diese auf männlicher wie auch auf weiblicher Seite erfolgreich. Gerne nimmt Sepp auch an regionalen Ausstellungen teil, wo er schon mal die «Miss SF Kuh Regio Schau Willisau» stellen konnte.

 

 

 

 

 

 
 
   
 
   
 
   
 
   

 

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