Ernis Familienpower auf dem Hof Bellevue

Familie Erni, Altbüron

  • Fam. Erni, Altbüron
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Bellevue. Schöne Aussicht. Das gilt für den Hof der Familie Erni oberhalb von Grossdietwil gleich mehrfach. Der Blick in die Weite ist für Sepp Erni und seine Familie genauso beglückend wie der Blick auf den Familienbetreib. Das naturverbundene Arbeiten auf dem Hof Bellevue ist Familie Ernis Leidenschaft. Ein wahrer Traumberuf mit Weitsicht.

Sepp und Anita Erni-Zurfluh haben den Hof im Jahr 2009 in vierter Generation übernommen. Ihre Kinder Joel, Ivan, Remo, und Laura sind fleissige Helfer, je nachdem wie es der Schul- und Lehralltag zulässt. Joel, der Älteste, ist seit August 2022 in der Genossenschaft Regio Chäsi Willisau als Auszubildender Milchtechnologe EFZ tätig. Von der silofreien Rohmilch bis zum fertigen Käse, überall sind Ernis Hände am Werk.

Vollweide-Betrieb, seiner Zeit voraus
Der nach IP-Suisse-Richtlinien geführte Betrieb umfasst 32 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 2 ha Wald. Auf 4 ha offener Ackerflächen gedeihen jährlich Mais, Rüben, Gerste und UrDinkel. Letzteres wird als Brotgetreide verkauft und weiterverarbeitet. Auf den restlichen Flächen weiden rund 40 Kühe und 40 Rinder im Vollweidesystem. Bereits vor 35 Jahren hat Sepps Vater den Vollweide-Betrieb initialisiert. Ernis Kühe ernähren sich während der Vegetationsperiode von April bis Oktober, nebst wenig Kraftfutter, nur mit Weidegras. Im Winter erhalten sie hofeigenes Heu, Emd, Rüben, Trockenmais und Trockengras. Sepp hat den Vollweide-Betrieb in den letzten Jahren weiter verfeinert und spezialisiert. Sein Vater hilft ihm nach wie vor täglich bei den Hofarbeiten.

Die unscheinbare U-Boot Kuh
Das Tierwohl liegt Sepp und seiner Familie sehr am Herzen. Die Tierwohlprogramme BTS (Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme) und RAUS (Regelmässiger Auslauf im Freien) sind für Sepp ein persönliches Anliegen. Für Ihn ist eine schöne Kuh eine gesunde Kuh. Sepp züchtet seine Kühe, Rasse Swiss Fleckvieh, selbst. Rund 50 Kälber im Jahr werden auf dem Hof Bellevue geboren. Nach einem halben Jahr kommen sie als Rinder auf den Pachtbetrieb der Familie Erni und werden dort zu Kühen grossgezogen. Gesundheit, Vitalität und Fruchtbarkeit stehen im Vordergrund. Eine extreme Leistungskuh war nie das Ziel. Sepps Lieblingskuh ist die unscheinbare U-Boot Kuh, sie taucht in der Herde unter und fällt gar nicht auf. Mittlerweilen kann er seine Kühe und Stiere als Zuchtvieh weiterverkaufen. Bereits vier Zuchtstiere gingen an Swissgenetics. Nebst Kälbern, Rinder und Kühen leben auch rund 240 Mastschweine, zwei Ponys, Hühner, Kaninchen, Katzen und ein Hund auf dem Hof der Familie Erni. Krankheiten bei Tieren und Menschen werden in erster Linie homöopathisch Behandelt. Das Ziel ist ein möglichst geringer Antibiotikaeinsatz.

  • Portrait Sepp Erni, Altbüron

    «Wir wollen Top-Milch produzieren, die zu Top-Käse verarbeitet wird. Darum sind wir Genossenschafter der Regio Chäsi Willisau.»


    Sepp Erni, Altbüron; Genossenschafter der Regio Chäsi Willisau
  • Portrait Sepp Erni, Altbüron

    «Bauern ist eine Leidenschaft. Die hat man im Blut.»


    Sepp Erni, Altbüron; Genossenschafter der Regio Chäsi Willisau

Faszination Schwingen
Das Schwingen ist bereits seit jungen Jahren Sepps Leidenschaft. Er zählte in seiner besten Zeit zu den 30 Premium-Schwingern der Innerschweiz, bis er 2008 nach mehreren Hüftoperationen definitiv Forfait geben musste. Auch heute noch ist das Schwingen allgegenwärtig. Als Ehrenmitglied und ehemaliger Präsident des Schwingklubs Wiggertal ist Sepp wöchentlich als Technischer Leiter Nachwuchs im Schwingkeller Willisau anzutreffen. Die wöchentlichen Trainings mit dem Schwingnachwuchs sind für Sepp ein guter Ausgleich zum Hofalltag. Der Kopf wird durchgelüftet und die Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen fasziniert ihn immer wieder aufs Neue. Ein Fortschritt da, eine Einsicht dort.

Organisatorische Meisterleistung
Die Faszination für den Sport wurde definitiv an die Kinder weitergegeben. Joel ist im Seilziehclub Ebersecken, Ivan im Schwingklub Wiggertal, Remo im Nationalturnen Roggliswil und im Schwingklub Wiggertal und Laura im Seilziehclub Ebersecken und in der Jugi Grossdietwil. Ausser Joel, der bereits selber an die Trainings und Turniere fährt, ist Anita für den «Kindertransport» zuständig. Eine wahre organisatorische Meisterleistung diese Vielfalt an Interessen, nebst dem Hofalltag, als Familie unter einen Hut zu bringen. Und auch Sepps Zeitaufwand für die Begleitung des Nachwuchses an die Schwingfeste ist nicht zu unterschätzen. Finden die Schwingfeste doch hauptsächlich in den Arbeitsintensivsten Monaten April bis September statt.

Gut zu wissen

  • Bewirtschaftung in vierter Generation
  • 32 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 2 ha Wald
  • IP-Suisse und Vollweide-Betrieb
  • 40 Rinder, 40 Kühe und 240 Schweine
  • Alle Tiere haben BTS und RAUS

Kontakt

Sepp und Anita
Erni-Zurfluh

Eppenwilerstrasse 2
CH-6147 Altbüron


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